Kleine GärtnerInnen aus 35 Kitas und Grundschulen wollten erleben, wie aus Samenkörnern zauberhafte Zucchini werden und haben sich im Frühjahr beim Pflanzwettbewerb vom Martin-Meiners-Förderverein (MMFV) angemeldet. Saatgut, Komposterde und eine Pflanzanleitung bekamen sie vom MMFV, um zu erleben, wie aus einem Samenkorn eine riesige Frucht wird, was in der Wachstumszeit passiert und was sie selber dazu beitragen müssen.
„Ein ganzheitliches Naturerlebnis!“, so Umweltreferentin vom MMFV, Bettina Kramer. „Als Gärtner übernehmen sie Verantwortung für ihr Essen und erleben dabei, wie viele Arbeit es macht und was an unvorhergesehenen Ereignissen dazwischenkommen kann.“
Unvorhergesehen war in diesem Jahr auch der Ausbruch des Corona-Virus, der auch am Pflanzwettbewerb nicht spurlos vorüber gegangen ist. Nur zwei Schulen und vier Kitas haben den Wettbewerb zu Ende gebracht und ihre Dokumentationen abgegeben. Trotzdem hat die Jury beim MMFV getagt und die Einsendungen mit viel Freude genau angeschaut.
Von den Füchsen der Kita Zwergenhügel in Lentföhrden kam eine dicke Mappe an. Zuerst sind darin Zeichnungen, die auch draußen, direkt an den Beeten, entstanden sind. Dann wurden verschiedene Messmethoden ausprobiert Für die Länge reichte am Anfang noch das Lineal. Mit zunehmendem Wachstum musste ein anderes Maßband her. Wollfäden und Pfeifenputzer haben sich als sehr geeignet erwiesen; vor allem um auch die Dicke zu bestimmen. Mit der größten Zucchini, ihrem „Jumbo“, haben die Kinder gesprochen und ihn gestreichelt. Am Ende war „Jumbo“ 34,5 Zentimeter lang und wog mehr als ein Kilogramm. Nach langer Verabschiedung haben die Füchse ihn zu Zucchinipuffern verarbeitet. Von der Kita Schatzkiste aus Sarau gab es eine riesige Wandtapete bespickt mit Zucchinifrüchten aus Pappmaché, in der Kita Moorweg aus Kaltenkirchen haben die Kleinen zu jeder Wachstumsphase ein Bild gemalt.
Die Naturkinder der Norderstedter Kita Falkenberg haben sich wissenschaftlich betätigt. Sie haben die Zucchini in verschiedene Gefäße gepflanzt, verschiedene Erden verwendet und letztlich festgestellt, dass Zucchini viel Sonne und Wärme brauchen. Außerdem haben sie entdeckt, dass es verschiedene Blüten gibt, männliche und weibliche.
Die Klasse 2b der Grundschule Flottkamp aus hat eine Riesenzucchini geerntet, die mehr als drei Kilogramm wog. Von der Aussaat bis zur Ernte hat jede/r SchülerIn eine eigene Pflanze beobachtet und alles in einem Tagebuch festgehalten. Für ihre MitschülerInnen haben sie zudem noch große Plakate gefertigt.
Alle Teilnehmer erhalten eine Urkunde und ein Spiel für drinnen oder draußen. Im nächsten Jahr haben alle wieder eine Chance beim MMF-Pflanzwettbewerb. Die neue FÖJ-lerin, Elisabeth Schick, hat auch schon eine Pflanze ausgewählt, die zweifach verwendet werden kann: Mais zur Popcornherstellung und Maiskolben.