Die Bioabfallsammelfahrzeuge des WZV haben im Moment viel zu tun: überall im Kreisgebiet machen Gartenbesitzer ihre Anlagen winterfest. Die braunen Tonnen sind prall gefüllt mit Laub, verblühten Sommerpflanzen, Strauchwerk und dem vielleicht letzten Rasenschnitt der Saison.

Plastik in der Biotonne stellt immer ein Problem dar. Im Moment auffällig: häufig werden die unschön gewordenen und deswegen aus Kübeln und Töpfen entfernten Blumen samt dem Übertopf aus Kunststoff in die Tonne geworfen. Der Umwelt zuliebe müssen diese jedoch abgetrennt und über den Restmüll entsorgt werden. Gleiches gilt für angefallene Küchenabfälle. Diese dürfen ebenfalls nicht in Plastiktüten oder der Originalverpackung in die Biotonne geworfen werden. Durch diese sogenannten Störstoffe wird eine sachgerechte Kompostierung verhindert. Diese fehlbefüllten Biotonnen können nicht geleert werden.

Wenn Bäume und Sträucher zurückgeschnitten werden, entsteht eine Menge Grünabfall. Was nicht kleingeschnitten in die Biotonne passt, kann nach vorheriger Anmeldung auf den Recyclinghöfen des WZV abgegeben werden. Zweimal im Jahr besteht für die Kundinnen und Kunden die Möglichkeit, 3 m³ Strauchgut kostenfrei zu entsorgen. Auch eine Terminabholung ist möglich und kann im Servicecenter des WZV (Telefon 04551 909 0) oder online unter wzv.de angemeldet werden.

Die Saisonbiotonne, die in den üblichen Größen 80l, 120l und 240l für einen jeweiligen Pauschalpreis als Zusatzgefäß ausschließlich für die Monate April bis Oktober bestellt werden kann, kommt für das anfallende Herbstlaub jetzt noch einmal zum Einsatz, muss aber zum 31.10. in die Winterpause gehen. Der WZV empfiehlt die Unterbringung in einem Schuppen oder Kellerraum. Ganzjährig zusätzliches Entsorgungsvolumen und gerade auch für Herbstlaub ideal: die 80l - Grünabfallsäcke des WZV, die auf den Recyclinghöfen oder auch bei zahlreichen Verkaufsstellen im Kreis (Liste unter wzv.de) erworben werden können und zur Entsorgung einfach am Abfuhrtag neben die Biotonne gestellt werden.

Beete sollten für die kommende kalte Jahreszeit abgedeckt werden, um den Boden vor Abtragung und Frost zu schützen und Temperaturschwankungen auszugleichen. Hierfür eignen sich Rindenmulch oder Hackschnitzel. Manche Gartenbesitzer haben einen eigenen Häcksler. Wer kein solches Gerät besitzt oder leihen kann, hat die Möglichkeit, diese Produkte in unterschiedlichen Qualitäten auf den Recyclinghöfen des WZV als lose Ware zu kaufen. 

Irgendwann ist er da, der erste Frost. Ärgerlich, wenn der Inhalt der Biotonne dann festfriert und bei der nächsten Leerung Reste in der Tonne verbleiben. Um das zu verhindern, sollten Laub und Gartenabfälle nur lose in die Biotonne eingefüllt werden, da zusammengedrücktes, nasses Laub besonders stark an der Behälterwand festfriert und nur mit einem Spaten zu lösen ist. Geknülltes Zeitungspapier, Eierpappen oder Häckselgut als unterste Schicht und zwischendurch in die Biotonne geben, das saugt Nässe auf. Feuchte Küchenabfälle sollten aus dem gleichen Grund stets in Zeitungs- oder Haushaltspapier eingeschlagen entsorgt werden. Dennoch empfiehlt es sich, am Abend vor der Entleerung oder morgens früh mit einem Spaten oder ähnlichen Gerät den Inhalt der Tonne noch einmal durchzulockern.