Der WZV feierte am Montag den 27.06.22 nach langer Corona-Pause in einem geselligen Beisammensein ein 25-jähriges Dienstjubiläum und verabschiedete zwei langjährige Kollegen in den Ruhestand.

Volker Wiese wollte als junger Mann eigentlich Zimmermann werden, hat sich dann aber als 15-Jähriger einfach spontan beim WZV beworben. Er wurde sofort eingestellt und hat in seiner Dienstzeit alle Bereiche der Abfallwirtschaft beim WZV durchlaufen. Wenn heute die Kollegen mit ihren voll technisierten Fahrzeugen durch die Straßen fahren, kann Volker Wiese darüber immer noch staunen. Er hat noch die Zeiten erlebt, als Müll in Metalltonnen gesammelt wurden, die die Müllmänner mit Handkarren zum Sammelfahrzeug fahren mussten. „Und selbst der hatte gern mal einen Plattfuß“ berichtet der zukünftige Pensionär schmunzelnd. In den letzten der insgesamt 45 Jahre, die er beim WZV gearbeitet hat, war Volker Wiese in der Sperrmüllsammlung und als Stammfahrer für die E-Schrott Abfuhr beschäftigt. In Zukunft muss der Pensionär zwar nicht mehr mit den Hühnern aufstehen, dafür hat er jetzt viel Zeit, sich mit dem eigenen Geflügel zu beschäftigen, und auch mit den Enkelkindern möchte er viel Zeit verbringen, jedenfalls, wenn er nicht mit seiner Frau im Wohnmobil verreist ist.

Viktor Grünwald hat es Anfang der 90er Jahre aus Kasachstan als Spätaussiedler nach Deutschland verschlagen. Hier hat der heute 57-jährige einige Jobs ausprobiert, als Arbeiter im Holzhandel, im Glasrecycling, in einem Betonwerk und der Lebensmittelindustrie. 1997 fand er dann seinen Platz beim WZV.  Nach einer kurzen Stippvisite in der Abfallsammlung wurde Viktor Grünwald auf den Standort in Damsdorf/Tensfeld versetzt. In seiner Anfangszeit hat er sich um ein sauberes Erscheinungsbild der Deponie gekümmert, später weitere Aufgaben auf dem Recyclinghof übernommen und ist jetzt auch für das Kurzzeitzwischenlager tätig, in dem Hausmüll aus dem Kreis Segeberg für den Weg in die Verbrennungsanlage temporär gelagert wird. Auf diversen Fahrzeugen und bei vielfältigen Maschinen und Geräten ist der Kollege als sogenannter Maschinist ein echter Allrounder und wird deswegen bei Bedarf auch auf dem Recyclinghof in Bad Segeberg eingesetzt.
Viktor Grünwald lebt mit seiner Familie in einem stets sehr gepflegten Haus in Wahlstedt. Sein handwerkliches Geschick zeigt sich hier in der Gestaltung seines Gartens und dem hilfsbereiten Einsatz innerhalb der Familie und im Freundeskreis. Er ist leidenschaftlicher Angler und hat sein Camperherz an der heimischen Ostsee entdeckt

Manfred Ewers lernte ursprünglich Tischler in Rickling und war nach einer Zeit bei der Bundeswehr als Auslieferungsfahrer und Monteur bei Möbel Kraft tätig. 2007 begann er als Abfallwerker beim WZV. Aufgrund seines handwerklichen Geschickes wurde er schon früh zum Vertretungshausmeister und übernahm 2015 die Position als Hausmeister vollständig, so dass das Verwaltungsgebäude mit Betriebshof sowie der (damals neu gebaute) Recyclinghof in Bad Segeberg sein Revier wurden. Der ambitionierte Marathonläufer „Manni“ war überall, konnte alles, kannte jeden und es ist kaum vorstellbar, dass er nun in den passiven Teil der Altersteilzeit geht und nicht mehr mit seinem bunten, selbstgebauten Lastenrad von seiner Werkstatt über das Betriebsgelände fährt.

Der WZV entlässt die Kollegen Wiese und Ewers mit einem lachenden und einem weinenden Auge in den wohlverdienten Ruhestand und freut sich, dass der Jubilar Herr Grünwald dem Unternehmen noch einige Jahre erhalten bleibt!