„Saft aus eigenen Äpfeln“, das Herbstangebot vom Martin-Meiners-Förderverein für Kitas und Grundschulen, hatte Klassenlehrerin Inken Jochum für die Klasse 4 b aus Kaltenkirchen gebucht. Mit fünf Kisten, randvoll bepackt mit saftigen Äpfeln, und voller Elan und Neugier kamen 28 SchülerInnen der Grundschule „Alter Landweg“ im Roten Holzhaus in Bad Segeberg an und verbrachten einen arbeits- und erlebnisreichen Vormittag. Grüne, gelbe, rote Äpfel. Große, kleine, runde oder längliche: als die Viertklässler hörten, dass es 2.000 verschiedene Apfelsorten in Deutschland gibt, staunten sie nicht schlecht. Dass es ohne Biene keine Äpfel gibt, das wussten alle. Dann ging es an die Arbeit. Die Äpfel mussten für das Entsaften vorbereitet werden: Jedes Kind bekam ein Küchenmesser, um die Äpfel in Viertel zu teilen und dunkle, faule Stellen zu entfernen. Im nächsten Schritt mussten sie einen Gartenhäcksler mit den Apfelstücken füttern, denn erst aus den gehäckselten Apfelschnitzeln kann Saft wirklich fließen. Dazu schütteten die Kinder die Schnitzel in eine Mostpresse. Nun war Muskelkraft gefragt. Nach wenigen Umdrehungen schon kam der Saft so richtig ins Fließen. Zum Schluss mussten die Stärksten ran, um auch noch die letzten Tropfen zu gewinnen. „Bow, wie lecker, wie köstlich!“, waren sich alle einig. Verwundert waren sie, wie süß der Saft schmeckt, ganz ohne Zuckerzusatz. Zwei fast volle Kanister blieben übrig für den nächsten Tag in der Schule. 80 Kinder aus Kitas und Grundschulen haben an der Apfelsaftpress-Aktion vom MMFV teilgenommen. „Die Aktion ist so vielseitig und nachhaltig, weil die Kinder alles selber machen und dabei spielerisch etwas über regionale Produkte lernen, den Geschmack von Selbsthergestelltem erleben und erfahren, was in Früchten aus der Region steckt.“, sagt Umweltreferentin Bettina Kramer und plant für das nächste Jahr das Angebot auszudehnen.